Foster to ease Mecca pilgrims progress

Ein neuer Look für die heiligste Stadt des Islams mit Hotels, Wohnungen und schnellen Zügen macht daraus ein "Mini-Dubai"


Der Berg soll sich für Muhammad bewegen. Norman Foster und Zaha Hadid sind an Plänen beteiligt, die Landschaft um Mekka, die heilige Stadt des Islams, umzugestalten, um so den Weg für eine Hochmetropole mit guter Infrastruktur für die Pilger zu ebnen.

Architektonische Planung des König Abdullah von Saudi-Arabiens, sehen vor, dass sich die Moschee im Herzen der Stadt fünffach vergrößern soll, um fünf Millionen Gläubige herbergen zu können. Der Preis für diesen Traum ist sehr hoch. Historisches Land, einschließlich vieler wichtiger Hügel sollen geebnet werden, um Sieben-Sterne-Hotels und riesige Wohnkomplexe mit Luxuswohnungen darauf bauen zu können. Kritiker glauben, dass das 20-jährige Neuentwicklungsprogramm Mekka in einen "Mini-Dubai" verwandeln soll.

Die Irakische Architektin Hadid, die das Wasserzentrum für die Olympischen Spiele 2012 in London entworfen hat, hat Vorschläge vorgelegt, die Al-Haram Moschee in Mekka zu erweitern. In ihrem Zentrum liegt die Kaaba, ein etwa 12 m x 10 m x 15 m großes Gebäude.

Obwohl die Pläne Hadids noch geheim bleiben, hat sie vorher kühne Designs für andere Moschee-Projekte, einschließlich einen in Straßburg, entworfen. Hadid wird auch für die Entwerfung des Designs des Hauptbezirks von Mekka gehandelt, der sich bereits mit einem Starbucks und Kettenläden wie Topshop rühmt.

Foster, der den Tum Gherkin am Flughafen von London und Peking entwarf, ist beauftragt worden, vier Stationen entlang einer neuen Hochleistungseisenbahnstrecke im Wert von 3.5 Milliarden Pfund zu entwerfen, die Mekka mit Medina verbinden soll, wohin Mohammed 622 n. Chr. floh. Die Verbindung mit dem Spitznamen „Pilger-Schnellzug" wird Gläubige zwischen den zwei heiligen Städten in 2 ½ Stunden hin- und herbewegen können. Es wird auch durch Jeddah und die Stadt des Königs Abdullah Economic City durchführen.

Foster und Partner sind an der Neuentwicklung Mekkas beteiligt. Nichtmoslems ist der Besuch Mekkas nicht gestattet, so dass Foster moslemische Architekten entsenden muss, um die Baustelle zu inspizieren.

Jedes Jahr nehmen ungefähr drei Millionen Menschen die Pilgerfahrt wahr. Die Infrastruktur kann diesen Ansturm an Pilgern nicht stemmen, so dass Todesfälle nicht zu vermeiden sind. Die saudische Königsfamilie behauptet, dass ihre Modernisierungsprogramme, dessen erste Phase bis zu 13 Milliarden Pfund kosten könnte, die Aufnahmekapazität der Stadt Mekka steigern würde und den Pilger zugute käme..

Weder Foster noch Hadid waren bereit, ihre Pläne der Öffentlichkeit zu präsentieren. Jedoch haben die Designs anderer Architekten und Maschinenbaufirmen  (einschließlich der Familie von Osama bin Laden), die vom König Abdullah gesichtet wurden, aufgezeigt, wie groß die Modernisierung der Stadt ausfallen könnte.

Durchgesickerte Pläne von Atkins, der britischen Firma, zeigen eine Abteilung des Osmanischen Zeitalters der Al-Haram Moschee, ersetzt durch einen vielstöckigen Gebet-Saal, der die Aufnahmekapazität von 900.000 Gläubigen auf  mehr als drei Millionen erhöhen soll. Eine vorgeschlagene kritikwürdige zweite Phase der Entwicklung sieht vor, die alte Moschee abzureißen und diese durch ein modernes Gebäude in Form eines Krapfens zu ersetzen, welche mehr als fünf Millionen Pilger beherbergen kann. Nur die Kaaba würde bleiben.

Irfan Al Alawi, Gründer des Islamic Heritage Research Foundation mit Sitz in London, dass die Entwicklungen in Mekka kontrolliert, sagte: „Die Mehrheit der Moslems hat keinen Schimmer davon, was in Mekka geschehe, weil die Saudis über ihre Pläne schweigen. Aber sie zerstören die Wiege des Islams. Der Platz wird radikal verändert, während wir sprechen. Sie sprengen die Hügel und entfernen Gebäude, um Weg für einen Ring von 130 Wolkenkratzern um die großartige Moschee zu machen. Mekka hat bereits viel von seinem Charme und seiner Spiritualität verloren."

Ein Sprecher der saudischen Botschaft in London sagte, dass König Abdullah noch alle Vorschläge in Betracht zöge und eine Endentscheidung über einen Gesamtplan noch nicht getroffen hätte.