Wahhabismus auf dem Balkan
Islamistische Aggression nehmen zu

von Stephen Schwartz
03/04/2009 12:00:00 AM

 

 

Extremistische Redekunst und Gewalt durch Wahhabi Islamisten erschüttern weiterhin die kosovarische Republik. Wie vor einem Monat beschrieben (siehe http://www.weeklystandard.com/Content/Public/Articles/000/000/016/102qnsba.asp) hat das Balkanterritorium mit einer moslemischen Mehrheit eine plötzliche Kampagne der Propaganda und physische Angriffe gegen gemäßigte Moslems erfahren. Die wahhabitisch-schwülstigen predigten in den Moscheen umfassen groteske und vulgäre Beleidigungen gegen Christen.

 

Ende Februar berichteten kosovarische Medien, dass Shefqet Krasniqi, der prominenteste und provokativste örtliche wahhabitische Imam predigte, dass Mutter Teresa dafür verdammt ist „in der Mitte der Hölle zu schmoren“. Die hassvolle Schmährede Krasniqis bezieht sich auf den Katholizismus der Mutter Teresa und dem Irrglauben, dass nur Moslems für das Paradies (ein im Koran spezifisch bestrittenes Konzept) Zutritt hätten. Krasniqi behandelte diese Beleidigung ausführlich, indem er feststellte, dass die albanische Nonne „alle Männer haben konnte, die sie wollte“.

 

Dieser Vortrag war besonders skandalös, weil Mutter Teresa ein Vorbild für alle Albaner jeglicher Religion ist. Die Moschee, in welcher Krasniqi seinen wörtlichen Gräuel beging, liegt nur zwei Blöcke von der gleichnamigen Straße des Vorbildes aller Albaner. Die Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe wird von der großen Mehrheit der Albaner als die Verkörperung eines Grundsatzes angesehen, welcher von einem Albaner des 19. Jahrhunderts, Pashko Vasa, der katholischer Dichter und osmanischer Gouverneur Libanons war. Dieser ermutigte seine Landsleute dazu, keine Glaubensunterschiede zu machen, sondern die albanische Identität zu pflegen. Obwohl die Albaner zum Schutze ihrer Nation gegen christliche Sklaven und moslemische Türken kämpften, haben sie niemals zwischenreligiöse Konflikte in ihren eigenen Reihen gehabt.

 

Das unerhörte Verhalten des Imams Krasniqi wurde von politischen Führern und katholischen Klerikern sowie von zahlreichen gewöhnlichen kosovarischen Moslems verurteilt, die im Gästebuch der Online-Ausgabe der täglichen Zeitung Express sich zu Wort meldeten, die diese Geschichte meldete. Blerim Latifi, Berater des kosovarischen Premierministers Hashim Thaci, verglich den Imam mit der Taliban und sagte: „Was dieser Mann über die Mutter Teresa sagte, ist eine nationale Schande. Nur ein blinder Fanatiker spricht auf diese Weise.“

 

Krasniqi ließ typischerweise seinem Ausbruch mit einer aufgeblasenen Beteuerung weiteren Lauf. Er sagte, dass die Türen des Himmels für Mutter Teresa geschlossen wären. Nach zwei Tagen verurteilte die offizielle Islamische Gemeinschaft Kosovos formell die Bemerkungen Krasniqis, aber wurde nicht von seinen Posten enthoben.

 

Ein Beispiel dafür, inwieweit der Wahhabismus in Kosovo Einfluss gewinnt, ist der Fall des Ejup Krasniqi. Der Bibliothekar der Abteilung für Islamische Studien in Priština Freitagsprediger in Makovc, einem Dorf in der Nähe der Hauptstadt, wurde zu einer Teilnahme an einer Gebetsveranstaltung zu Ehren des Propheten Mohammed eingeladen, eine populäre lokale Gewohnheit, was sich jedoch als Vorwand diente. Drei Männer griffen in an, als er zu jenem Ort kam, wo die Veranstaltung hätte stattfinden sollen. Er wurde geschlagen und mit einer Waffe bedroht. Sie warfen ihm vor, den Islam zu beleidigen. Er gilt als gemäßigter Moslem und konnte die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Er kam mit Verletzungen davon, wandte sich an die Polizei, die aber zeigt nicht wirklich ein Interesse daran, den Fall zu lösen.

 

Die wahhabitische Offensive rollt über Kosovo und die Frage kann gestellt werden, was die Radikalen in diesem Land zu suchen haben? Einige Albaner fürchten, dass die Islamisten darauf spekulieren, dass die USA Kosovo aufgeben könnten. Aber wenn es eine Moral zu dieser Geschichte gibt, ist es die, dass es in Kosovo Moslems gibt, die die Auslandshilfe nicht brauchen, um sich den Extremisten zu widersetzen.

 

Stephen Schwartz is a frequent contributor to THE WEEKLY STANDARD.